Tuesday, April 25, 2006

Saturdaynightfever

Mein erstes Wochenende in Hamburg seit einer ganzen Weile, ich freue mich und habs ganz schön vermisst. Auch wenn ich Berlin lieben gelernt habe ist es dennoch nicht Zuhause.
Ich habe mich mit Markus verabredet und bestelle für 21 Uhr einen Tisch im Hadleys möglichst auf der Galerie, denn da kann man über den ganzen Laden blicken. 5 Minuten später ruft Julian an und sagt, die Galerie wäre nicht sein Bereich und daß ich doch bitte einen Tisch in seinem Bereich beziehen soll. Süß, unsere Hadleys Crew.
Ich schlage um fünf vor neun dort auf, damit Markus nicht als erster da ist. Wir haben einen Tisch im Tresenbereich. Ich begrüße Julian und Foad und setze mich erstmal an den Tresen. Dann kommt Markus relativ pünktlich und wir setzen uns an unseren Tisch. Kaffee und Gespräche folgen. Anfangs relativ locker, mit der Zeit immer angespannter. Politik, Wirtschaft, Themen die die Welt bewegen, aber nicht ausgelassen sind. Markus verläßt kurz den Tisch, und Julian nutzt die Gelegenheit, um mich zu fragen, ob das mein neuer "Lover" sei. Als ich verneine, lacht er und sagt "ein Glück, dann wird mein Herz doch nicht gebrochen". Ich beruhige ihn und erwidere: ich lieb doch nur dich, weißte doch." Markus kommt zurück an den Tisch, wir essen einen Salat und trinken noch etwas. Dann beschließen wir aufzubrechen und uns auf den Weg ins Grünspan zu machen. Ich verabschiede mich von Julian und schlage ihm vor nach Feierabend dazuzustoßen. Wir einigen uns darauf später nochmal in Kontakt zu treten. Markus und ich fahren auf den Kiez und machen einen Kurzen Halt im Blauen Peter, wo ich Thomas begrüße und zwei Bier bestelle. Schweigen. Markus scheint es unangenehm zu sein, mir relativ egal.
Grünpan. Der Laden ist noch ziemlich leer, aber die Musik ganz ok. Wir trinken Bier und finden nicht so richtig ins Gespräch zurück. Wir gehen Tanzen und er nimmt dabei die Luftgitarrenhaltung ein. Schlimmer kanns nicht mehr kommen, denke ich bei mir und entschließe mich einen auf müde zu tun und subtil auf den Aufbruch hinzuarbeiten. Zu meiner Begeisterung funktioniert das einwandfrei und um kurz vor drei treten wir auf die Straße. Zum Glück muß er S Bahn fahren. Wir verabschieden uns und ich gehe in Richtung U Bahn.

Ich versuche Julian zu erreichen, denn jetzt ist Feierabendzeit. Er geht nicht ran. Ich schreibe ihm eine SMS und er ruft promt zurück. Er sagt, er müsse nur noch den Laden zumachen und dann wäre er für alle Schandtaten bereit. Die Bahn kommt erst in 15 Minuten, also entschließe ich mich zu laufen. In die Schanze ist es ja nicht weit, vor allem nicht, wenn querfeldein über das Heiligengeistfeld läuft.
Als ich am Schlump ankomme treffe ich Julian und wir machen uns auf den Weg zur Bar Rossi, wo Crossi (Reimemonster) auf uns wartet. Julian nimmt mich auf die Stange seines Fahhrads. Riesen blauer Fleck auf der Wade läßt grüßen. Naja geht ja auch schneller.
Wir nehmen uns ein Taxi und fahren nach Altona ins Ding Dong. Was ist eigentlich das Ding Dong? Das alte Karstadt Gebäude umfunktioniert zu einer Ausstellungsfläche, wo sich junge Künstler austoben. Am dem Abend findet dort eine Elektro Party statt, wo sich eben diese Künstler mal so richtig feiern. Merkwürdige Gestalten.
Julian uns Crossi beweisen ihr Rhythmusgefühl und tanzen ausgelassen. Ich lache innerlich, weil ich finde, daß das Tanzen zu Technomucke zu komisch aussieht. Meine Musik ists nicht.
Nach rund eineinhalb Stunden fahren wir zurück in die Schanze und machen noch einen kurzen Abstecher ins Le Fonque, wo wir das letzte Bier nehmen.
Dann wieder uffe Stange und zur U Bahn, keine Lust zu Laufen.
Gute Nacht Hamburg, schön wieder da zu sein.

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